Ab einem bestimmten Alter des Menschen zeigen sich auf der Haut, vorzugsweise im Gesicht, auf dem Dekolleté und auf den Händen, dunkle Flecken, die umgangssprachlich als Altersflecken bezeichnet werden. Diese Flecken dürfen grundsätzlich nicht mit einem Muttermal verwechselt werden, da es sich hierbei um Ablagerungen von dunklen Pigmenten in der Haut handelt. Doch wie entstehen eigentlich Altersflecken und was kann man dagegen tun?
UV-Licht fördert die Bildung von Altersflecken
Die Mediziner bezeichnen die Altersflecken als “Lentigines solares” und generell gelten diese Pigmentablagerungen als ungefährlich. Das zweite Wort in der Bezeichnung Lentigines solares lässt den aufmerksamen Leser bereits den Ursprung dieser Flecken vermuten – das Sonnenlicht! Durch die jahrelange Bestrahlung der Haut bilden sich an einzelnen Stellen spezielle Pigmente, die im Laufe der Zeit zu den immer dunkler werdenden Altersflecken werden. Da unser Gesicht, das Dekolleté und auch die Hände im Laufe unseres Lebens die meist Sonnenstrahlung abbekommen, finden sich hauptsächlich auch an diesen Körperstellen die meisten Altersflecken. Durch die jahrelange Sonneneinstrahlung verdickt sich mit der Zeit die Haut, wodurch sich die beiden für die Altersflecken verantwortlichen Farbstoffe Lipofuszin und Melanin in den Hautschichten ablagern können. Das Lipofuszin stellt grundsätzlich ein Abfallprodukt unseres Stoffwechsels dar, welches sich grundsätzlich nicht zurückgebildet und dessen Bildung zudem durch das Sonnenlicht begünstigt wird.
Können Altersflecken beseitigt werden?
Bevor ich diese Frage beantworte, möchte ich erst einmal erwähnen, dass Altersflecken generell eine natürlicher Begleiterscheinung des menschlichen Alterungsprozesses darstellen und sich keine Personen sich für die dunklen Pigmentierungen seiner Haut schämen muss! Nichtsdestotrotz finden sich heutzutage verschiedene Präparate und auch Verfahren, mit deren Hilfe Altersflecken beseitigt werden können. Häufig werden hierfür sogenannte Bleichcremes angeboten, die zumeist nur einen mäßigen Erfolg mit sich bringen und zudem von vielen Experten auch als recht fragwürdig erachtet werden. Einige dieser Produkte können beispielsweise allergische Reaktionen und Unverträglichkeiten auslösen. Hingegen empfehlen die Experten lieber mithilfe von hochwertigen Sonnenschutzprodukten frühzeitig und prophylaktisch etwas gegen die Bildung von Altersflecken tun!
Die Lasertherapie gegen Altersflecken
Altersflecken können heutzutage auch mithilfe einer speziellen Lasertherapie beseitigt werden, jedoch kann diese spezielle Therapie nicht als immer schmerzfreie bezeichnet werden. Mithilfe eines bestimmten Geräts werden die Altersflecken mit einem Laser beschossen, wodurch die Pigmentablagerungen zerplatzen und sich in kleine Bestandteile aufteilen. Des Weiteren lockt dieses Verfahren spezielle Immunzellen an, welche die Pigmentteile nach und nach transportieren. Durch diese Behandlung kann es mitunter zu einem brennenden Gefühlen auf der Haut kommen, welches einen Sonnenbrand gleicht und daher recht schmerzhaft sein kann.
Altersflecken oder Muttermale?
Altersflecken sind, wie bereits erwähnt, absolut ungefährlich. Jedoch ist es jedem gesundheitsbewussten Menschen anzuraten, beim Entdecken von dunklen Flecken durch einen Hautarzt abklären zu lassen, ob es sich hierbei nicht eventuell um ein gefährliches Muttermal handelt, welches bezüglich der Hautkrebsprophylaxe lieber entfernt werden sollte. Ein kompetenter Hautarzt ist ohne größeren Aufwand und rein durch eine optische Untersuchung in der Lage, festzustellen, ob es sich tatsächlich um ein Muttermal oder lediglich um einen Altersfleck handelt.
Zum Abschluss möchte ich noch einmal wiederholen, dass Altersflecken eine ganz normale Begleiterscheinung des natürlichen Alterungsprozesses darstellen und sich kein Mensch in einem fortgeschrittenen Alter für diese Pigmentstörungen auf der Haut schämen muss! Ich freue mich auf Ihre Meinungen zu diesem Thema!
Beste Grüße
Sabine Hertz
Faraktiv Redaktion
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