Als diabetisches Fußsyndrom wird von der Medizin ein Begleitsyndrom der Diabetes, in erster Linie der Diabetes Typ 2, bezeichnet, in deren Rahmen beispielsweise an verschiedenen Stellen kleine Wunden der Haut am Fuß und an den Zehen nicht mehr abheilen können und somit in vielen Fällen sogar eine Amputation nötig ist. Aus diesem Grund raten die Ärzte ihren Patienten mit Diabetes mellitus vorbeugende Maßnahmen gegen das diabetische Fußsyndrom zu ergreifen und genaue Beobachtungen der Füße durchzuführen.
Wie entsteht ein diabetisches Fußsyndrom?
Bei der Entstehung von einem diabetischen Fußsyndrom spielen verschiedenen Faktoren eine Rolle, die in Zusammenhang mit Diabetes mellitus stehen. In erster Linie resultiert ein diabetisches Fußsyndrom, auch kurz als DFS bezeichnet, aus nicht heilenden Wunden am Fuß in Kombination mit starken Durchblutungsstörungen. Das um die Wunde liegende Gewebe kann sich nicht mehr regenerieren und stirbt ab – ein diabetisches Fußsyndrom entsteht. Zudem kann auch der sogenannte Charcotfuß ein diabetisches Fußsyndrom verursachen. Bei einem Charcotfuß stellt sich eine Knochesubstanzausschwemmung durch eine aus der Diabetes resultierenden, erhöhten Durchblutung ein, wodurch ein Knochen porös wird und früher oder später bricht. In beiden Fällen ist ein ebenfalls durch die Diabetes auftretendes verringertes Schmerzempfinden ein weiterer Faktor für ein diabetisches Fußsyndrom, da die Diabetiker häufig die kleinen Wunden oder gar den Knochenbruch nicht spüren.
Was kann vorbeugend gegen ein diabetisches Fußsyndrom getan werden?
In erster Linie ist es anzuraten, die Füße täglich intensiv nach kleinen Wunden, Druckstellen und Schwellungen abzusuchen und genaue Beobachtungen anzustellen sowie die Füße täglich ca. 3 Minuten mit lauwarmem Wasser zu waschen und gut abzutrocknen (Zehenzwischenräume nicht vergessen!) Zudem ist eine Salbe mit Harnstoff zu empfehlen, mit welcher die Füße gut eingecremt werden, um Rissbildung und ein diabetisches Fußsyndrom zu vermeiden. Die Zehennägel sollten nicht geschnitten, sondern vorsichtig gefeilt werden und Hornhaut darf nur sehr vorsichtig mit einem Bimsstein entfernt werden. Immer darauf achten, dass keine Verletzungen entstehen, denn aus noch so kleinen Verletzungen der Haut wird leider schnell ein diabetisches Fußsyndrom! Die Schuhe sollten aus Leder bestehen und nicht aus Gummi (wegen der erhöhten Schweißbildung), weiche Innensohlen aufweisen und dürfen keine Blasen verursachen. Nur nahtlose Baumwollstrümpfe tragen und Socken täglich wechseln. Barfußlaufen ist nicht zu empfehlen, wegen Fußpilz- und Verletzungsgefahr!
Was tun Sie gegen ein diabetisches Fußsyndrom? Was ergreifen Sie für Maßnahmen im Rahmen der Prophylaxe? Hinterlassen Sie doch einen Kommentar für unsere Leser!
Beste Grüße
Sabine Hertz
Fairaktiv Redaktion
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